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  • Hauptsache leicht?! Materialwahl beim Tourenschuh – was gilt es zu beachten?

    Für viele ist beim Kauf eines neuen Tourenschuhs ein möglichst geringes Gewicht das ausschlaggebende Argument. Besonders leichte Tourenschuhe bieten meist eine sehr gute Per-formance beim Aufstieg. In vielen Fällen sind diese Schuhe aber weicher und beim Abfahren fehlt deshalb die notwendige Härte für eine gute Kraftübertragung vom Fuß auf die Skikante.

    Eine grobe Richtschnur für die Stabilität eines Tourenschuhs kann die Anzahl der Schnallen sein: Grundsätzlich gilt hier, je mehr Schnallen, desto stabiler der Schuh. So weisen Schuhe im Rennbereich eine reduzierte Schnallenanzahl (ein bis zwei) auf, um Gewicht einzusparen. Dagegen sind Freeride-orientierte Tourenschuhe oftmals mit vier Schnallen ausgestattet. Drei-Schnaller bieten einen guten Kompromiss zwischen den beiden Systemen.

    Man sollte sich bewusst sein, dass es unter Umständen mit einem zu weichen Tourenschuh zu Fehlauslösungen oder keiner definierten Auslösung kommen kann.

    Fazit: Überlege die vor dem Kauf für welchen Einsatzbereich du dir deine Ausrüstung zulegst.

  • Ist jeder Tourenschuh mit jeder Pin-Bindung kompatibel?

    Nein, nicht jeder Tourenschuh ist mit jeder Pin-Bindung kompatibel.

    Die Norm für Tourenschuhe DIN ISO 9523 und die Norm für Touren-Skibindungen DIN ISO 13992 stellen sicher, dass Tou-renschuhe, die der Norm entsprechen immer mit Bindungen, die der Norm entsprechen kompatibel sind.
    Sowohl Tourenschuh- als auch Bindungs-Hersteller halten sich jedoch nicht immer an die entsprechenden Normen. Gründe für dieses Nichtbeachten der Normen: Spezielle Vorstellung in Sa-chen Gewicht, Design, Konstruktion oder andere Alleinstel-lungsmerkmale, die sich nicht mit der Norm vereinen lassen.

    Nicht jeder Tourenschuh ist deshalb mit jeder Tourenbindung kompatibel.
    Dadurch entsteht oftmals Verwirrung im Shop und es werden falsche Schuh-Bindungs-Kombination verkauft und benutzt.

    Fazit: Vorher Informationen über die Kompatibilität von Schuh und Bindung einholen, z.B. beim Hersteller oder Fachhändler.

  • Kann ich den Z-Wert meiner normalen Skibindung auch immer für meine Pin-Bindung übernehmen?

    Nein, auch Pin-Bindungen (ohne ISO Zertifizierung) immer am Bindungseinstellgerät des Händlers prüfen.

    Bei Pin-Bindungen ohne ISO Zertifizierung entspricht der ange-gebene Z-Wert der Skala oft nicht dem wirklichen Wert.
    Wenn nur nach Skala eingestellt wird (ohne Prüfung an der Ein-stellmaschine) kann unter Umständen die Bindung viel zu hoch (oder zu niedrig) eingestellt werden.

    Die Folge können Fehlauslösungen oder gar keine Auslösung bei einem Sturz sein.

    Fazit: Lasse deine Tourenbindung beim autorisierten Fach-händler auf den passenden Z-Wert einstellen.

  • Sind alle Pin-Einsätze in Tourenschuhen genormt?

    Nein, Pin-Einsätze in Tourenschuhen sind nicht genormt.
    D.h. jeder Schuhhersteller kann seinen eigenen Pin-Einsatz (Form / Material / Position im Schuh) kreieren.

    Für Tourenschuhe gibt es nur die Norm DIN ISO 9523. In dieser Norm werden Form und Maße der Schuhsohlen und deren Kontaktfläche zur Bindung vorgegeben. Spezifikationen zu Pin-Einsätzen im Schuh sind in keiner Norm festgehalten.

    (z.B. die Kontaktflächen zur „normalen“ Skibindung angesprochen, nämlich deren Form und Maße. Pin-Einsätze im Schuh sind weder in dieser Norm, noch in einer anderen, Thema. )

    • Jeder Schuhhersteller kann die Pin-Einsätze im Schuh nach seinem Ermessen gestalten (ausführen wie er will.)
    • Manche Schuhhersteller bauen sehr gute Pin-Einsätze (Material, Passform, Position), manche weniger.
    Weniger gute Pin-Einsätze zeigen sich an stark schwanken-den Auslösewerten, starker Abnutzung der Pin-Einsätze im Schuh und deutlich schlechterem Einstiegskomfort.

    Fazit: Lasse dich von deinem Fachhändler zu Schuhwahl beraten.

  • Sind Tourenbindungen ein “leichter” Ersatz für Skibindungen?

    Nein, Tourenbindungen / Pin-Bindungen sind kein Ersatz für Skibindungen.

    Pin-Bindungen wurden ursprünglich nur als Aufstiegshilfe ent-wickelt. Eine Pin-Bindung soll das komfortable und schnelle Aufsteigen ermöglichen.
    Eine Pin-Bindung ist keine „leichte Skibindung“!

    Gerade im extremen Einsatz (Freeride) kann es zu Fehlauslö-sungen kommen, da die Elastizität bei Pin-Bindungen meistens deutlich geringer ist als bei einer herkömmlichen Skibindung.
    Fehlauslösung werden häufiger, umso breiter der Ski ist (Erhö-hung der Kippkräfte).

    Fazit: Kläre die Frage, wie du deine Tourenbindung überwie-gend nutzen möchtest. Für Freeride-orientierte Tourengeher sind Rahmenbindungen empfehlenswert. Geht es dir in erster Linie um einen schnellen, einfachen Aufstieg sind Pin-Bindungen die richtige Wahl.

  • Was sollte ich vor meiner ersten Skitour beachten?

    Mache dich mit deiner Ausrüstung vertraut. Übe zunächst in einer sicheren und vertrauten Umgebung.

    Einstellung der Bindung in den Aufstiegsmodus, Einstellung der verschiedenen Geh-Modi (0 Grad Variante und Steighilfen), Einstellung des Abfahrtsmodus, Verriegelungsmöglichkeiten des Vorderbackens bei Pin-Bindungen, Üben des Ein- und Ausstiegs der Bindung.
    (Heble vorne, Hebel hinten, Hebel runter, Hebel rauf, Hebel drehen…. )

    Die Handhabung von Tourenbindungen erfordert eine gewisse Übung und ein Mindestmaß an technischem Verständnis. Es können viele Fehler gemacht werden, die dazu führen können, dass die Bindung beim Sturz nicht auslöst.
    Pin-Bindungen sind beim Einsteigen in die Bindung deutlich un-komfortabler als normale Skibindungen.

    Dem unerfahrenen Tourengeher wir dringend empfohlen sich vor der ersten Skitour eingehend mit seinem Material zu beschäftigen.
    Unsicherheit bei der Handhabung seines Materials sowie schlechte Verhältnisse (eisig / steil / windig / dunkel usw.) bringen den unerfahrenen Tourengeher leicht an seine Grenzen

    Fazit: Befasse dich vorher ausführlich mit deinem Material und den Funktionen. Übe im einfachen Gelände. Gehe nie alleine los und begleite am Anfang am besten bereits erfahrene Tourengeher.

  • Welche Fahrperformance kann ich von einer Pin-Bindung erwarten?

    Klassische Pin-Bindungen bieten im Vergleich zu „normalen“ Alpinbindungen aufgrund der geringeren Kontaktflächen und der daraus resultierenden mangelhaften Kraftübertragung eine reduzierte Fahrperformance.

    Tourenbindungen die im Fersenbereich nur zwei Pins als Kontakt und Kraftübertagungsflächen bieten, haben eine deutlich schlechtere Fahrperformance als Bindungen mit einer klassischen „Skibindungs-Ferse“.

    Mangelnde Kraftübertragung zwischen Schuh und Ski führen zu erheblichen Einbußen der Fahrperformance.

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